»Muß ich sterben?« flüsterte Frau Erika heiser, an der Pflegerin vorüberblickend.

Die sah sich mit scheuem Auge um, und als auch im Nebenzimmer alles still blieb, sagte sie feierlich und laut:

»Ja! ... Wir wollen beten!« ...

Frau Erika antwortete nicht.

Sie richtete sich mühsam auf und flüsterte Unverständliches vor sich hin.

»Das ist ja alles nicht wahr,« sagte sie dann plötzlich ganz klar. »Wenn ich leben bleibe, dann will ich wirklich ... wirklich ... nicht bloß zum Schein ... nicht hindämmern« ...

»Nach der Dämmerung bricht der leuchtende Tag des Herrn an,« sagte die Schwester, »der leuchtende Tag, der Tag der Erlösung. Der Friede ...«

»Finster ... Finster ...« ächzte Frau Erika und griff mit zuckenden Händen um sich.

Dann taumelte sie in den Abgrund, in dem Schein und Sein versinken.