»Sie zweifeln doch nicht daran, gnädiges Fräulein?« fragte er vorwurfsvoll auf mein unwillkürliches Lächeln....

»Gott bewahre – aber – pardon, ich bin in Gedanken bei der Depesche meiner Mutter, die mich etwas erregt und neugierig gestimmt hat.« So ging ich nun aufs Ziel los.

»Ihre Frau Mutter hat Ihnen Andeutungen gemacht, um was es sich handelt?«

»Nur über Ihre Jugendfreundschaft zu meinem Vater, und daß Sie mich eigentlich in Zürich aufsuchen wollten.«

»Ja, aber merkwürdigerweise waren wir ohnedies auf dem Wege nach Glarus. Ein großes technisches Unternehmen hier – interessiert uns aus verschiedenen Gründen.«

»Wohl der See?« sagte ich in Gedanken....

»Ah – Sie wissen also doch, um was es sich zwischen uns handelt?«

Ich war ganz betroffen. Nein, ich wußte gar nichts. War es ein Zufall? – oder hatte irgendeine unbekannte Strömung mich mit sich getragen? – Ich konnte mir zwischen den beiden Herren, dem Klönthaler See und meiner armen Person nicht die mindeste Beziehung denken.

Herr Hillmann warf mir wieder einen seiner weichen, schmeichelnden Blicke zu und strich dann mit der feinen, unberingten Hand über die Augen.

»Es ist keine leichte Sache,« sagte er, »mit einer geschäftlichen Angelegenheit über Sie herzufallen. Der Geschäftsmann möchte hinter dem Freund ganz und gar verschwinden.«