»Schlug es stark? Ja,« sagte er in dem halb nachdenklichen, halb spöttischen Ton, den sie so gut an ihm gekannt hatte, »ja, für allerhand Kinkerlitzchen – für den Sultan Abdul Hamid – für du-Bois-Reymonds Grenzen des Naturerkennens.«
Sie lachte hell und froh.
»Geradeso sagtest du damals und wolltest, ich sollte mich mit meinen Gefühlen auf meine Umgebung konzentrieren ... Es lag wohl nahe, auf wen!«
»Glaubst du, daß dir das Schaden an deiner Seele getan hätte? Glaubst du, daß deine Lebenden von heute zu kurz gekommen wären, wenn? ...«
»Nichts von den Lebenden. Das Leben liegt in diesem Augenblick so farblos hinter mir. Dieser Traum wird so schnell vergehen, und das Leben ist noch so lang ...«
»Glaubst du?« fragte er.
»Glaubst du?« klang es wie ein leiser Widerhall in allen Büschen, von allen Seiten.
Sie drehte sich um.
»Aus dieser Frage kommt es wie ein kalter Hauch,« sagte sie erschauernd. »Was willst du damit sagen? Sollte mir der Abschied von der Erde so nahe sein? Willst du das damit sagen?«
»Hast du nicht schon Abschied genommen, als du sagtest, das Leben läge farblos hinter dir? Schlägt dein Herz, sonst so kraftlos und müde, nicht stark und jung, wenn du den alten Garten, wenn du mich siehst, und wenn du alles mit dem vergleichst, was dir da vorn in Tag und Sonne lebt?«