Er folgte ihr benommen und mit schwerem Kopf. »Ich kann das alles noch gar nicht glauben,« sagte er und fuhr in ihr schweres, an der rechten Seite halb gelöstes Haar, wie um sich zu überzeugen, daß er nicht träume.
Sie schüttelte seine Hand ab, nahm sie aber wieder und hielt sie fest während des ganzen Weges.
Er stammelte hier und da ein zärtliches Wort, aber er konnte das rechte, das er suchte nicht finden. Sie achtete auch nicht darauf, aber von Zeit zu Zeit blieb sie stehen und sah ihn mit großen, forschenden Blicken an. So gingen sie zuletzt ganz schweigend denselben Weg zurück, den sie gekommen waren.
Als sie den langen Lindengang mit den raschelnden Blättern wieder betraten, sahen sie am Ende auf der Terrasse die Uniformen der beiden Herren und das helle Kleid Fräulein Lenas.
Hans Wachowski zuckte zusammen und wollte unwillkürlich seine Hand lösen, aber Adalisa von Terkuhn hielt sie fest.
Sie kamen näher und näher. Nun hatte man sie bemerkt.
»Ich glaube, Sie müssen Ihr Haar in Ordnung bringen,« sagte er, nach der herabhängenden Strähne blickend, in der sich ein paar rote Herbstblättchen verfangen hatten.
Sie lächelte hochmütig und ließ seine Hand endlich los.
»Ich zeige mich jedermann, wie ich bin – du mußt's auch lernen,« sagte sie.
Und dann zog sie ihn zu der kleinen Gruppe, die ihnen in schweigendem Staunen entgegensah.