Nicht sie, aber die beiden Männer, von Wachowski mechanisch nach der Vorschrift begrüßt, sahen verlegen zur Seite. Fräulein Lena trat sehr ernst und blaß zu ihr und dem Vetter.
Das Fräulein von Terkuhn nahm keine Notiz davon. »Haben Sie sich Garten und Hof angesehen, meine Herren?« fragte sie ein wenig von oben herab: »Ich kann mich Ihnen leider heute nicht widmen. Ich bitte, Leutnant von Wachowski ...«
Der blickte wie gebannt nach der Jugendfreundin.
»Gnädiges Fräulein, ich habe mit meinem Vetter noch zu sprechen, und bitte, ihn mir für eine halbe Stunde zu überlassen ... Hans!« wandte sich Fräulein Lena mit dringendem Ton an ihn.
»Später, Fräulein, später,« lächelte Adalisa von Terkuhn, das ganze Gesicht in Schadenfreude getaucht. »Auf Wiedersehn!«
Und sie deutete Hans von Wachowski den Weg, den er zu nehmen hatte, und ging hinter ihm langsam und großartig in ihrem zerdrückten Kleid und dem hängenden Haar an den drei stumm Dastehenden vorbei. Durch den Festsaal und über den Korridor zu einer niedrigen, breiten Tür, hinter der laute Scheltworte hallten.
»Wohin führen Sie mich? – Und meine Cousine Lena muß ich in der Tat dringend sprechen,« sagte Wachowski endlich beklommen.
»Zu meinem Vater. Es ist eine leere Form, aber sie muß gewahrt werden.«
Sie klopfte. Der alte Diener öffnete, von einem Donnerwetter aus dem Rollstuhl begleitet, und verschwand auf einen Wink seiner Herrin.
Die Luft war von Tabaksqualm so dick, daß man das Schimpfen hörte, dessen Urheber aber nicht sah. Hans von Wachowski konnte in dem beizenden Rauch die Augen kaum offen behalten. Seine Führerin schien daran gewöhnt. Sie zog ihn zu dem Fensterplatz, an dem der alte Herr seine Kutscherpfeife rauchte.