»Vater, ich habe mich mit dem Herrn von Wachowski verlobt. Ich bringe dir deinen Schwiegersohn, den zukünftigen Herrn von Terkuhn-Terkitten.«
Der Alte stieß ein grelles, dröhnendes Lachen aus.
»So ... so ... so ... Also gelungen ... also endlich. Na mir soll's recht sein. Ich liebe zwar die edlen Pollen nicht –«
»Bitte, ich mache dir die Mitteilung, Vater – eine Kritik wird nicht verlangt.«
»Also meine untertänigste Gratulation zum Prinz-Gemahl. Seid fruchtbar und mehret euch, meine Kinder, – aber bringt mir keine Pollacken in die Familie – wie gesagt die edlen Pollen ...«
»Wir werden von der bevorstehenden Heirat noch heute Mitteilung machen ...«
»Nee, das werden wir nich,« grinste der Alte. »Das schickt sich nich – meine vieledle Tochter. Wir sind die Terkuhns auf Terkitten, und wir greifen uns keinen Sommerleutnant zwischen Diner und Tee – oder vielmehr, wir tun's schon – aber wir zeigen's nicht – verstanden?«
Hans von Wachowski fuhr nun endlich aus seiner Benommenheit auf. »Fräulein von Terkuhn, ich bin in einer unwürdigen Situation. Ich liebe Sie heiß, aber von allem, was Sie sagen, von Heirat und Verlobung ist doch kein Wort zwischen uns gefallen. Ich würde ja gar nicht wagen – wie sollte ich? – ich denke nicht ...«
»Das Jungchen will nicht,« höhnte der Alte. »Nutzt Ihnen nichts, mein Sohnchen, wenn die Adalisa einmal zugreift, hält sie fest, da hilft kein Wehren. Was wollen Sie auch? Erbarmen! Terkitten ist ein schönes Stück Erde, und die Freier haben sich Dackelbeine danach gelaufen.«
»Ich muß bitten, mich zu entlassen,« sagte Hans Wachowski, zitternd vor Scham und Ingrimm. »Ich habe keine Veranlassung zu dieser peinlichen Szene gegeben. Ich kann nicht fassen, daß mir derartiges begegnen soll.«