»Da kommt dieser verfluchte Italiener, der Kamazotti, Und bringt seine Abhandlung über meine Materie. Schon fertig – Und meine sollte erst gedruckt werden ... Aber nun das Schlimmste ... Ich lese – und lese – mit einem Teil meiner Experimente das Gegenteil meiner Aufstellungen bewiesen – und – der Hund hat recht ... Der Hund hat recht ...«

Er schlug mit der umgekehrten Hand auf das Fensterbrett und sah abwesend vor sich hin.

Käthe warf den Kopf zurück.

»Wenn dein Buch noch nicht gedruckt war, ahnt ja niemand ...«

»Schöner Trost ... Und meine verlorene Arbeit? Meine Hoffnungen? Mein verlorenes Selbstvertrauen? ... Meinst du, wenn ich davon noch einen Funken übrig hätte, säße ich hier auf dem Sande?«

Käthe trat dicht vor ihn hin.

»Und meine verlorene Jugend? und meine Gesundheit? Mein verlorenes Selbstgefühl? – Siehst du!«

Er schob sie von sich.

»Ja, so,« sagte er. »Ich vergesse ja, wem ich von meinem Unglück erzähle ... Du bist ja selbst so voll von deinem eigenen eingebildeten, und ich sehe ... ja, wahrhaftig ... das ist ja Schadenfreude ... Pfui, Käthe – laß mich hinaus ... Und ein für allemal ... wir sehen uns ja ab und zu – wenn du hierbleibst – bilde dir nicht ein, daß wir noch einmal von intimeren Dingen reden werden. Und mäßige deine Blicke – deinen Ton – sonst –«

»Sonst?« fragte sie.