»Heiliger Willibrord! Heiliger Willibrord!«
Von den Bergen hallt es im Echo, alle Glocken der Stadt rufen es dröhnend, durch die heiße Luft zittert es in stetem Vibrieren, im Auf- und Abschwellen, bald hoch und bald tief, bald laut und bald leise, bald jauchzend, bald klagend, bald freudig, bald schmerzvoll; hundert- und tausend- und abertausendfach, und zum hundertsten und tausendsten und abertausendsten Male: »Heiliger Willibrord, bitt für uns!«
Die Stadtmusik hebt den Springprozessionsmarsch an:
›Adam hatte sieben Söhn’
Sieben Söhn’ hatt Adam‹ –
Wer könnte da stille stehn?!
Bäreb fühlte sich mit fortgerissen im hüpfenden Wirbel. Fünf Schritte vor, wieder drei Schritt zurück – so sprangen alle.
In langen Reihen hüpften die Schulkinder, die Waisenkinder, die Zöglinge aus all den Klöstern; die Knaben in Hemdärmeln, wie zum Spaß, wie Bachstelzen zierlich die Mädchen. Ihnen wird es leicht, noch zieht die Bürde von Leib und Seele sie nicht zu Boden.
›Sieben Töchter muß er han,
Eh er sie bestaden kann!‹