»Wem biste?«

»Huesgens – ich bin jo dat Kathrinche!« Sie nahm es als ganz selbstverständlich an, daß er sie nun kannte; jeder im Dorfe kannte sie ja.

Aber er sagte: »Huesgen – Huesgen?«

»Huesgen-Jörres, am jrünen Klee, wo dir immer vorbeijeht, wenn dir nor Kirch jeht!«

»Kennste mich denn?«

»Oh, ich kennen Uech siehr jot, dir sed der Herr Bräuer von dem Huhs do!« Sie nickte nach dem roten Dach hin, das über eine Erdwelle hervorleuchtete. »Dat sieht mer jo esu wiet. On wann dir möt Uehre Leut vorbeikott, da kieken ich ömmer hinger der Heck eruhs.«

»Schmeißt du auch mit Steinen oder streckste de Zung eraus?«

Sie wurde ganz dunkelrot und sagte kein Wort.

»No, dann adjüs,« sagte er gutmütig und streckte ihr die Hand hin.

Aber sie gab ihm die ihre nicht. »Adjüs,« sagte sie nur und nickte; sie war gekränkt: wie konnte er nur denken, sie würde die armen Leute mit Steinen schmeißen?!