der du regnen lässest über Gerechte und Ungerechte,
du unsere einzige Zuflucht und Hoffnung, sei uns gnädig!‹
Seine Augen schmerzten. Er hob das Gesicht aus den Händen, er bohrte den brennenden Blick durchs Dämmerlicht der Kirche, bis er haftete auf dem Fenster überm Hochaltar, durch dessen Glas die Gestirne hereinleuchteten in unumwölkter Klarheit.
Am Dach der Kirche stand der Mond, nicht silbern, wie sonst, nein, rund und voll und rot, eine zweite Sonne, die die Sonne des Tages ablöste auf ihrer Bahn. Und um sie her stand der Chor der Sterne, flinzelnd vor blankem Glanz, wie sonst nur in eiskalter Winternacht.
›Schöpfer und Herr der Natur,
alles zittert, alles dienet dir.
Du machst die Wolken zu deinem Wagen
und fährest auf den Flügeln der Winde.‹
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