Geschmeidig grüßte er den Alten: „’n Aowend, Vadder Krumscheid!“

Dieser hielt ihn fest. „Saot, Pittchen, wie stieht et eweil met mein Dahlersch, hä?“ Man merkte es dem Alten an, er wollte es nicht gern mit dem Pittchen verderben; er suchte einen Vorwand. „Et duht mer laad, dat ech ebbes dervon saon moß, äwer ech — ech sein sälwer in Onverläjenhaat, ech haon ebbes zo zaohlen; et pressiert!“

Pittchen lächelte.

Krumscheid deutete dies Lächeln falsch, die Angst überkam ihn. „Ech moß mein Gäld haon,“ stieß er grob heraus.

„Tutswit,“ sagte Peter gelassen. „Ihr könnt et jeden Momang haon, wann Ihr wollt. Kommt bei mech eruf, lao könnt Ihr se metholen, de Dahlersch!“

„Nä, nä!“ Der Alte traute nicht recht, er fürchtete Prügel. „Kommt liewer bei mech, dann drinke mir e Schöppche.“

„Nä!“ Jetzt, wo es zur That ging, bebte Peter doch plötzlich zurück; eine jähe Angst überfiel ihn, sein Herz hämmerte, daß er’s bis in den Hals spürte. „Eweil kann ech net,“ sagte er hastig. „Heit net. Morjen — morjen.“

„Morjen, gewiß on waohrhaftig?“ Der Alte packte ihn am Rockschoß.

„Morjen,“ sagte Pittchen gepreßt und entwand seinen Rock den knöchernen Fingern.

Eilig rannte er heim, er fand die Zeih, in Thränen aufgelöst, an der Wiege. Das Josefchen verdrehte die Augen, ballte die Fäustchen und zog die Beinchen krampfhaft herauf an den Leib.