Jetzt öffnete sich die Thür spaltbreit, grade weit genug, daß Tinas Ebenbild, Schwester Billa, den Kopf hereinstecken konnte. Ihre altklugen Kinderaugen sahen alles. Mit einem Wutschrei fuhr Tina auf, Peter stand sehr betroffen.
„Dau sollst erunner kommen.“ Billa riß die Thür sperrangelbreit auf. „Äwer tutswit[25]!“
„Maach, datste weg kömmst,“ schrie die andre und ballte die Faust.
„Bäh.“ Billa streckte ihr die Zunge heraus und rannte dann fort mit Geschrei, den Weg zum Dorf hinunter. „Ech waaß ebbes! Helao, ech saon et, ech saon et!“
Tina wie eine Furie hinterdrein.
„Kreizgewieder!“ Pittchen sah ihr verdutzt nach; Hören und Sehen war ihm vergangen.
„En hongrig Laus beißt am stärksten,“ brummte er, und dann schloß er seine Thür. Der Schweiß stand ihm auf der Stirn, es war ihm sehr warm geworden.
Er hockte sich auf den Schemel und stützte den Kopf in die Hand. — ‚Dat Zeih werd sech aach schuns amesieren!‘ Jetzt, wo er wieder zur Besinnung gekommen, peinigte ihn der Gedanke: ‚Wo war die Zeih jetzt? Was trieb sie?‘
Da — „Kreizdunner,“ fluchte er — schon wieder Klopfen!