„Jao.“

„Jesses, on dir haot niemand, dän Eich ebbes for zo äßen kocht! Nä, su en Fra, läßt dän armen Mahn ganz allein!“ Sie schlug die Hände zusammen. „Es et menschenmiëlich?!“

Er nickte, es that ihm wohl, bemitleidet zu werden, während seine Frau mit dem Reisenden durch den einsamen Wald fuhr. Ja, die Zeih, die ließ ihn schön im Stich! Aber wart, das wollte er der eintränken!

„Su en armen Mahn,“ rief die Steffes wieder, sie konnte sich gar nicht beruhigen. „Äwer waart, ech duhn Eich ebbes schicken; oder — Pittchen, wißt Ihr wat? Kommt bei ons, mir haon heit ebbes extra Feines: Grombieren met Griewen on Kaabes! On en Flasch Bitburger spendieren ech aach derzu!“

Das Wasser lief ihm im Mund zusammen, so gut hatte er lange nicht gegessen.

„Kommt nor,“ sagte sie dringend und kam auf ihn zu.

Er wischte sich mit dem Handrücken über den Mund, und dann legte er den Arm um ihre Taille und zog ihre Gestalt an sich. „Dat es net zo veraachten,“ seufzte er.

Sie spitzte den Mund und lehnte sich an ihn. „On des Dauner Käs haon ech aach noch derhäm!“

Donnerwetter, Dauner Käs! Den aß Pittchen für sein Leben gern. Dauner Käs! Er drückte ihr einen Kuß auf den Mund, daß es schallte. Sie küßte wieder. Kuß auf Kuß. Sie packte ihn beim Kopf, sie war heiß und rot, ihre Hitze steckte ihn an — da — sie schreckten auseinander.

Von der Thür her sagte jemand: „Met Verlöw,“ und die Kathrine Densborn stand mit spöttisch verzognem Mund in der Stube.