„Dunnerknippchen, waor dat en Wäder,“ sagte die eine. Und die andre: „Deiwel aach, dat konnt en bees Onverlegenhaat gänn!“
Sie waren alle guter Dinge, lachten und schwatzten. Die Feindinnen sprachen wieder miteinander; mit Geschäker machte man sich selbander auf, aus dem Wald das abgeschlagne Dürrholz zu holen.
Bäbbi war allein zurückgeblieben. Ihr Murmeln hallte wider im einsamen Raum; sie hatte nicht beten können zwischen den andren, jetzt betete sie. Sie wußte selbst nicht, was sie sprach; Worte waren es kaum, nur ein Gestammel, ein schmerzvolles Lallen.
Flehend richtete sie den trüben Blick auf das Marienbild; das lächelte.
Sie nickte traurig — ja, die war rein und heilig, darum lächelte sie auch so stumm; die verstand so viel Sündhaftigkeit nicht!
„Erbarm dech!“
Mit einem Stöhnen schlug Bäbbi die Stirn auf den kalten Stein. Sie hatte die Hand erhoben gegen die, die den Lorenz geboren hatte, sie hatte seine Mutter geschlagen! Was würde der Lorenz sagen?!
Wenn sie das Schreckliche, das ihr Gewissen bedrückte, doch nur einem Menschenohr anvertrauen könnte! Wenn ein reinerer Mund für sie bei der da oben den Fürsprecher machte, dann würde auch der Lorenz ihr verzeihn!
Eine furchtbare Angst erfaßte sie. Wenn er sich von ihr wendete, wenn er nicht wiederkehrte!
Halb irr vor Furcht, wand und krümmte sie sich und rang die Hände.