„Jao, dat es et aach. Gäl, Pittchen?“ Freudig erregt drehte sich Lucia nach ihm um.

„Acht Thaler —?!“ Er stand betroffen. Acht Thaler — —! Die Stube schien mit ihm herum zu tanzen, es schwindelte ihm. Acht Thaler — woher sollte er die nehmen?!

„Gäl, Pittchen, mei nei Kleid es wonnerschien?!“ Sie jauchzte fast.

„Komm — eweil kann ech net — ech — net heit, en annermal — villeicht morjen,“ murmelte er verlegen. Er faßte über ihre Schulter und schlug ihr das Musterbuch vor der Nase zu. „Pisack’ mech net e su!“ Und dann klang seine Stimme rauher, ganz heiser: „Ech haon ke Gäld.“

„Ach was!“ Der Reisende lächelte. „Für so’n hübsches Weibchen muß man immer Geld haben!“

Dies verdammte Lächeln! Peter krampfte die Hände zusammen und riß sie wieder auseinander, daß alle Gelenke knackten. Lucias Blick ruhte flehend auf ihm; jetzt glaubte er eine gewisse Verachtung darin zu entdecken, jetzt wendete sie ihre Augen ab. Ihre Brauen waren zusammengezogen, ihre Lippen aufgeworfen; sie kehrte ihm den Rücken.

„Zeih, hör ehs!“

Sie gab gar nicht Acht auf das, was er sagte. Sie stand dicht vor dem Reisenden — der war ein großer hübscher Mann und paßte gut zu der großen hübschen Frau — und flüsterte ihm etwas zu.

Was hatten die miteinander zu tuscheln?! Als wäre der Ehemann garnicht dabei, so ungeniert benahmen die sich! Immer dichter steckten sie die Köpfe zusammen.

„Zeih!“ Zitternd stieß Pittchen ihren Namen hervor.