Es wurde still in der Schenkstube, das Spiel hatte ein Ende.
Der Reisende hielt die Zeih im Arm; sie staunte mit starr aufgerissenen Augen, in stummer Bewunderung, seine dicke goldene Talmikette und die falsche Brillantnadel in seinem Schlips an.
Peter saß am Tisch in seiner beliebten Stellung, beide Ellbogen aufgestützt, den Kopf zwischen die Hände geklemmt und stierte vor sich hin. In seiner Brusttasche brannte der Thaler, durch Rock und Hemd durch fühlte er ihn, bis auf die bloße Haut.
Da schlorrte was draußen an der Thür. Nun wurde sie geöffnet, die alte Schneidersch wankte herein. Ein großes Tuch hatte sie über den Kopf gezogen; geblendet, wie eine lichtscheue Eule guckte sie darunter vor.
„Was ist denn das für ein Hutzelweib? Haha! Nur herein, Hutzelweibchen,“ schrie der Reisende.
Träumte der Peter, oder wachte er? Wie hinter einer dicken Mauer, die den Schall dämpft, hörte er die Alte sprechen. Horch! Sagte sie nicht, das Bäbb wäre tot, und der Peter Miffert sollte kommen, den Sarg zunageln? — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — —
Er fuhr auf aus seinem Dusel; die scharfe Stimme der Alten zeterte nach dem Krumscheid, und als dieser kam, verlangte sie Branntwein, ein halbes Mäßchen.
„Dat Bäbb es schwaach gefaal[32], eweil moß et ebbes Herzliches einholen.“ Sie kostete und leckte sich dann die Lippen. „Duh werd et schuns noch ehmaol ufgerappelt gänn. Ah —!“
„Reiwt er aach ebbes unner de Naos,“ riet der Wirt.
„Sauft hän net onnerwegs aus,“ schrie Peter.