„Ech haon ken Zeit!“
„Äwer bei den Hähr Pastor,“ sagte Lucia vorwurfsvoll, „bei dän gaastlichen Hähr?! Daor muß mer doch giehn!“
„Gaastlich oder net gaastlich, ales ein Packasch! Laoß mech zufrieden!“ Er hob die Hand gegen den Knaben.
„Maach, datste eraus kömmst!“
„Gieh daor, Pittchen,“ redete Lucia zu. Sie hatte das Kind hingelegt und faßte ihren Mann nun kräftig unter die Achseln. „Eweil kriehste villeicht ebbes zu verdienen!“
„Ae, verdienen! Ech peifen druf!“
„O Jeß, dän Honger!“ Zeih hielt sich den Leib und krümmte sich. „De Gedärm sein mer eweil schuns binnewennig zusammengeschnorrt — Pittchen, gieh doch!“
„In drei Deiwels Naomen!“ Fluchend streckte er ein Bein aus dem Bett, wie ein Pfeil schoß der Knabe zur Thüre hinaus, er fürchtete Prügel.
Lucia lachte hinter ihm drein, und dann hielt sie ihrem Mann die Hose hin. „Dein Buxen, Pittchen! Hei es dat rechte Bein, hei dat linke!“ Sie half ihm in die Kleider.
Wie im Traum ließ sich Peter anziehen, seine Gedanken waren weit weg. Zwischen den zusammengezogenen Brauen saß eine grüblerische Falte; er brütete in sich hinein und schrak zusammen, als ihm Zeih mit einem lachenden: ‚Färdig‘ die Mütze auf’s Haar stülpte.