Er besann sich einen Augenblick, dann lächelte er verschmitzt. „Geärwt,“ flüsterte er ihr in’s Ohr. „Pst, pst, Maul gehaal! Dau darfst niemand neist dervon saon, ech kriehn noch mieh. Äwer“ — er schlug sich selbst auf den Mund.
„Ech saon neist, waohrhaftgen Godds,“ versicherte sie.
„Eweil holste mech aach bei de Muhsik, gäl?“ Sie schmeichelte ihm und zog ihn abseits zwischen die Hecken, die, obgleich entlaubt, doch noch guten Schutz boten. Dort küßte sie ihn stürmisch und gierig.
Ihm wurde ganz duselig im Kopf, eine wilde Freude bemächtigte sich plötzlich seiner. Alles konnte er haben, alles! Mit einem Juchzer schlang er den Arm um Tinas geschmeidigen Leib und lupfte sie in die Höhe. —
So fleißig wie diesen Nachmittag war Peter noch nie in seinem Leben gewesen. Aus allen Ecken stöberte er seine selten benutzten Werkzeuge auf, schimpfte laut, wenn ihm eins fehlte, und ruhte nicht eher, als bis er alle zusammen hatte.
In der Rumpelkammer neben der Stube, die nur durch eine Luke spärliches Licht erhielt, richtete er seine Werkstatt her. Den Tisch schleppte er dorthin, die einzige Lampe und den Schemel.
Lucia sah lachend zu, sie wußte nicht, was sie davon denken sollte. Als sie den Einwand machte, daß er ihr das Beste aus der Stube weg trage, kniff er sie zärtlich in die Wange und kitzelte sie unter’m Kinn.
„Dau sollst et schuns kommod kriehn,“ brummte er und lachte in sich hinein; nahm dann einen Hammer und probierte ihn auf dem Tisch. „Eweil noch net, äwer bal. Dän Pittchen es en Filu. Gudendag, Dahlerpittchen,“ er machte einen Kratzfuß, „wat kost de Welt?!“
Stolz richtete er sich auf, warf sich in die Brust und summte:
„Dahler, Dahler, dau mußt wannern
Von der anen Hand zor annern,
Dingderlink, Dahler dau — — — —