Sie redeten dies und das. Der Krumscheid war sehr guter Laune, und Pittchen ging ihm um den Bart, so geschmeidig, wie eine schnurrende Katze ihrem Herrn um die Füße streicht. Zuletzt wurde der Alte vertraulich; wenn er gar so sehr schwankte, stützte Peter ihn.

„Gud gelaoden,“ lallte Krumscheid und schlug sich auf den Bauch, daß es lieblich im Lederbeutel klimperte. Und dann blinzelte er, von der Seite her, dem andren dummpfiffig in’s Gesicht. „No, bei Eich werd et eweil aach bal klimpern, wat? Saot“ — er flüsterte wichtig und spitzte neugierig die Ohren — „mir könnt Ihr’t eweil dreist anverdrauen, wän — wän“ — der Schlucken stieß ihn — „wän haot Eich — ebbes — ver—vermaacht?“

„Jongfra Maria!“ Peter flüsterte auch und legte dann, sich scheu umsehend, dem Angetrunkenen die Hand auf den Mund. „Still, äwer still, dat se ’t net hört! Dat haot se net gären. Wann mer dervon babbelt, krieht mer de Krankhaat!“

„Wän haot Eich — ebbes — ver—maacht — wän?“ Der Alte riß blöd die Augen auf.

„Hei dän Däumerling,“ lachte Peter und streckte seinen Daumen in die Höhe.

„O dau Filu!“ Der Krumscheid stieß ihn kichernd in die Seite. „Ihr spillt jao Kumedi! Ihr wollt et nor net saon!“

„Kann sein, kann aach net sein!“ Peter zuckte die Achseln. „Äwer, Krumscheid, hört ehs“ — er zwinkerte vertraulich — „seid eweil e su gud, on lehnt mer e paor Dahler, Stücker aacht oder ziehn. Ihr krieht se met Zönsen widder, e su bal ech — no, Ihr waaßt jao schuns! — E su bal ech ausgezaohlt gänn!“

„Lehnen — Dahler —?!“ Trotz seiner Trunkenheit wurde der Alte argwöhnisch; er hielt die Hände vor den Bauch, als wolle er so die Thaler schützen.

Sie waren unweit Schwarzenborn, ein starker Wind blies über die kahle Höhe; der Alte torkelte, daß er sich kaum aufrecht halten konnte.

Peter packte ihn fest unter den Arm. „Met Zönsen widder,“ raunte er ihm in’s Ohr. „Anstatts ziehn, fünnefziehn Dahler! Dat es en Geschäft, gäl? Hört Ihr dän Wind? Wie dän heult! Wann ech Eich loslaoßen, eweil kullert Ihr hei dän Berg erunner, bonz onnen, bonz owen! Se können Eier Knöchelcher anzeln ufsuchen.“