Er murmelte in sich hinein: „Mer kann jao eweil dat Läwen net mieh mantenören.“ Und dann fuhr er plötzlich auf: „Zeih, freu dech!“
„Dau giehst met mer nao Oberkail? O dau Pittchen!“ Froh überrascht drückte sie ihm einen schallenden Kuß auf die Backe. „Nao Oberkail!“
„Gieh met wäm datste willst! Laoß mir mein Ruh!“
Heftig sprang er auf und eilte in die Kammer; wieder schloß er hinter sich zu. — — —
Zum zweiten Mal schon wachte Lucia in dieser Nacht auf, und noch immer lag ihr Mann nicht neben ihr. Schlaftrunken rieb sie sich die Augen. Unter der Schwelle der Kammerthür stahl sich noch ein Lichtstreif in die Stube; nun hörte sie auch drinnen noch hantieren, hastiges Hinundhergehn und unterdrücktes Fluchen.
Sie bedauerte ihren Mann; was der sich plagen mußte!
Seit der Kronleuchter im Hause war, war das arme Pittchen wie behext; wär’ der nur geblieben, wo der Pfeffer wächst!
Leise schlich sie sich aus dem Bett und lugte, mitleidig und neugierig zugleich, durch den Spalt, der mitten im Holz der Kammerthür klaffte. Nichts zu sehen, von innen war er verklebt.
„Pittchen,“ rief sie und klopfte.
Keine Antwort.