Erschrocken zuckte sie zusammen.
»Nanu?!«
Die Brüder fingen an, verstohlen zu kichern.
»Nanu, an wen denkst du denn?« Es sollte vielleicht neckend klingen, aber er verstand nicht zu scherzen, seine Stimme war scharf. »Wohl an Conradi’n?!«
Sie gab keine Antwort, schüttelte nur, energisch verneinend, den Kopf.
»Na, na, das wäre doch nich unmöglich! Der wird nu wohl bald mal wieder einpassieren. Soll ich ihm schreiben?«
»Nein!« Kurz klang das ›Nein‹, wie angstvoll herausgestoßen.
»Warum denn nich, wenn ich fragen darf? Na?!« Argwöhnisch sah er sie an: das war nicht bloß mädchenhafte Thuerei! Blaß war sie geworden und preßte die Lippen aufeinander und senkte den Kopf.
Die Jungen fingen wieder an zu kichern.
»’raus,« schrie der Vater und zeigte auf die Thür, und sie flohen in die Küche. Dort stopften sie die Fäuste in den Mund und tanzten einen Indianertanz. Hau, nun kriegte die Fina es! Daß die Fina den Sergeanten nicht mochte, das wußten sie ja alle längst, nur der Vater nicht. Das war dem recht, warum war der immer so streng?!