Mit einem Fluch fuhr der Feldwebel aus dem zerwühlten Bett, aber der Fluch wurde zum Stöhnen. Sein Mädel, seine Josefine! Sie liebte den Leutnant, – wie unglücklich würde sie sein! Aber – laß sie weinen! – jetzt fest sein wie Eisen, kalt Blut! Er setzte die strengste Miene auf.
Als er nach ihr rief, kam sie ahnungslos gelaufen rosig angehaucht vom Morgentraum und einem inneren Glück.
»Willste wat, Vater?«
Er sah sie nicht an, machte sich mit seinem Anzug zu schaffen. Es klang nur so nebenbei: »Wo warst du gestern?«
»Jestern? – Och – de Illumination kucken!«
»So, hm« – er machte eine Pause und sah sie scharf an, sie war plötzlich dunkelrot geworden – »allein?! – Allein, he?!«
»Ich – och – Vater, wat biste so komisch! Ich – wat is dann, wat haste dann?«
Wie verlegen sie war! Gott sei Dank, das Lügen und Verstellen hatte sie doch noch nicht ganz gelernt! Sie war sehr ängstlich.
»Ob du allein gegangen bist, frag’ ich dich! Antwort!«
»Ich – ja – ne –« sie zögerte, sie wand sich, und dann sagte sie hastig: »Ja, ja, allein!«