Den freien deutschen Rhein,
Ob sie wie gier’ge Raben
Sich heiser danach schrein.‹
Das Kind las laut und langsam, jede Silbe deutlich artikulierend; erwartungsvoll sah es beim Schluß zum Vater hin. Der saß am Fenster, den Kopf in die Hand gestützt und schaute unter zusammengezogenen Brauen in das Abendrot, das über’m Exerzierplatz verglomm.
»Nochmal, Josefine, lies noch mal,« sagte er jetzt seltsam gepreßt.
Und sie las noch einmal:
»Sie sol-len ihn nicht ha-ben
Den frei-en deut-schen Rhein.«
Auch Frau Trina war näher gekommen und spitzte die Ohren: was lasen sie da vom Rhein?
»Bis sei-ne Flut begra-ben,