Durch das halb geöffnete Fenster stahlen sich linde Frühsommerlüftchen und strichen dem Feldwebel mit schmeichelnden Händen das heiße Gesicht. Er schloß die Augen. Wie im Traum hörte er wohlbekanntes Klappen sich in den Glockenchor mischen, die Kerle klopften ihre Montur aus. Und nun sang einer, ein hoher Tenor:
»Köln am Rhein, du schönes Städtchen,
Köln am Rhein, du schöne Stadt,
Und darinnen muß ich verlassen,
Mein’ herzallerliebsten Schatz!«
Ein zweiter pfiff eine andre Melodie; Rinke kannte sie wohl: das war das alte Lied von der Katzbach! Unwillkürlich spitzte er die Lippen und pfiff mit:
»Hei, das war eine Lust, hei, das war eine Hatz,
Wie wir packten die französische Katz’
An der Katz, an der Katz, an der Katzbach.«
Und ein dritter hub dröhnend an, mit kräftigem Baß: