»Er sagte ›Frida‹ zu ihr!«
»Frida?!«
»Ja, Frida! Das weiß ich bestimmt. Nu kommt sie aber nich mehr. Vielleicht aber, daß er ’nen Brief von ihr gekriegt hat. Ich will mal nachsehen, warten Sie mal!« Und die Frau bückte sich, zog unterm Schreibtisch den Papierkorb vor und fing an darin zu wühlen.
»Er schmeißt nämlich allens in den Papierkorb,« sagte sie erklärend.
Freilich, da hatte sie noch nicht gesucht! Mit starren Augen sah Käte zu, wie die Frau mit geübten Fingern alle Papierblätter wendete. Plötzlich schrie die auf: »Na, sehen Sie, da haben wir’s!« Und vor die Mutter legte sie triumphierend ein paar Papierfetzen auf den Tisch: »Da is ’n Brief von ihr. Sehen Sie! Ich kenne die Schrift. Woll’n mal sehen!«
Beide Frauen, die Köpfe zusammensteckend, versuchten, die einzelnen Stücke des zerrissenen Briefes zusammenzufügen; es gelang aber nicht, es fehlte zu viel, nur ein paar Sätze waren halb zusammen zu bringen.
›nicht mehr kommst –
böse mit dir –
nächstens zu dir abends ’rauf –
immer deine‹