[10] Nous avons faim tous.

[11] Je ne veux pas.

[12] Combien me donnerez-vous donc?

[13] Lenden.

[14] Eh bien! Jean-Pierre est à vous!


5

Wie auf der Flucht, so waren sie mit dem Kinde enteilt. Sie hatten es in den Wagen gepackt – schnell, schnell! –, der Kutscher hatte auf die Pferde gepeitscht, die Räder hatten sich knirschend gedreht. Wie ein böser Traum, den man gern vergißt, so blieb das Venndorf, versunken, in ihrem Rücken. Sie sahen nicht mehr nach ihm zurück.

Ein ödes Grau lag überm Venn. Die Sonne, die noch am Morgen geschienen hatte, war so ganz verschwunden, als hätte sich hier nie ein Strählchen von ihr gezeigt. Der plötzliche Vennebel war da und bezog alles. Wo vordem noch eine Aussicht gewesen war, ein Auslug ins Weite, war jetzt eine versperrende Mauer. Eine Mauer, nicht von Stein und nicht von Lehm, und doch um vieles fester. Sie riß nicht, sie barst nicht, sie wankte nicht, sie wich nicht dem Hammerschlag der kraftvollsten Faust. Mächtig und undurchdringlich baute sie sich aus den Sümpfen und ragte vom Moorland bis hinauf zu den Wolken – oder hatten sich die Wolken hinab zur Erde gesenkt?

Himmel und Venn, beides eins. Nichts als Grau, ein zähes, feuchtes, kaltes, fließendes und doch festes, unergründbares, geheimnisvolles, schauriges Grau. Ein Grau, aus dem der, der sich im Moor verirrt, nimmermehr herausfindet. Der Nebel ist zu zähe; er hat Arme, die packen, die so dicht umfangen, daß man nicht mehr vorwärts sehen kann, nicht rückwärts, nicht nach links, nicht nach rechts, daß der Ruf erstickt, der sich aus angstgepreßter Kehle entringen will, und das Auge blind wird für jeden Weg, jede Fußspur.