»Ärger dich nicht, Cillchen! Du mußt dich nicht ärgern. Fang doch noch mal von vorne an, das macht ja nichts. Ich, hör’s gern noch mal, immer noch mal! Fein ist das!«
›Cillchen – Cillchen‹ – wie spielerig das klang, ordentlich zärtlich! Und wie er an ihren Lippen hing!
Käte streckte den Kopf weit vor; sie stand schon auf der Veranda, und die beiden bemerkten sie noch immer nicht.
Die Magd sang, leierig und zeternd, wie sie daheim auf der Dorfstraße gesungen hatte, aber des Knaben Augen glitzerten und wurden groß dabei. Seine Lippen bewegten sich, als ob er’s mitsänge:
»Heinrich lag bei seiner Neuvermählten,
Einer reichen Erbin von dem Rhein,
Schlangenbisse, die den Falschen quälten,
Ließen ihn nicht süßen Schlafs sich freun.
Zwölfe schlug’s, es drang durch die Gardine
Plötzlich eine kleine weiße Hand,