Und das Volk kniet ringsum betend.
Von der Höhe des Theaters
Sprach der Priester dann den Segen,
Und es schallt ein lautes: Amen!
Fromme Litaneien betend,
Ziehn die Mönche still gepaaret,
Und die hilfreichen Gewerke
Folgen betend aus den Hallen.
In des Hauses weiter Leere
Schallet das Geträuf des Wassers;
Rings die stummen Wachen stehen
Bei dem wilden Schein der Fackeln.
Aber die Studenten stehen
Staunend um das Häuflein Asche;
Den die Flamme hat verzehret,
War der beste Kandidate.
Er war Famulus des Lehrers,
Und sie brechen aus in Klagen,
Bis die rufenden Pedellen
Sie zur Heimkehr laut ermahnen.
In den Weihewasserkessel,
Den die Mönche stehn gelassen,
Sammelt unter Tränen jeder
Des verbrannten Freundes Asche.
Und dann ziehen die Gesellen,
Die geliebte Urne tragend,
Trost sich singend, von der Schwelle,
Um Apone es zu klagen.
Schweigend steht das Haus. Es sehen
Durch die Öffnungen des Daches
Stille nieder Mond und Sterne,
Traurig spiegelnd in dem Wasser.
An der Erde ruht Biondette;
Als sie nannte Jesu Namen,
Ließ der fürchterliche Retter
Sinken sie aus seinen Armen.
Bei ihr kniet mit seinem Schwerte
Stumm Meliore; in die Harfe
Hat er sorglich sie gebettet,
In den himmelblauen Mantel.