Und er schied. Sie nahm erbebend
Nun den Ring, und Jacopone
Wußte nicht, was sie beschwerte,
Da sie schwer das Ja gesprochen.
Und der Priester sprach den Segen;
Traurig weinte Rosarose,
Als sie still von dannen gehen;
Freudig weinet Jacopone.
An des Tempels Marmorschwelle
Sprach die Jungfrau: "Jacopone,
Laß mich gehn zu der Kapelle,
Einsam meinen Herrn zu loben.
Daß ich fromm am Abend kehre,
Bei dir in dem Haus zu wohnen;
Einen Trunk aus unsrer Quelle
Bring ich dir und viele Rosen."
Einsam geht nun der Geselle,
Seine Kammer schön zu ordnen.
Pietro hat zum Schmaus gebeten
Er, und auch den Meliore.
Und es steigt im Abendmeere
Feurig nieder schon die Sonne,
Und es zieht die Sternenherde
Vor dem Monde durch die Wolken.
Rosarosa noch nicht kehret;
Pietro spannt die Blumenbogen,
Und es zündet hundert Kerzen
In der Kammer Meliore.
In der Kammer Mitte stehet
Blank ein Tischlein, wohlgeordnet,
Zierlich ist da aufgedecket
Für vier fröhliche Personen.
Pietro Rosarosens Teller
Ziert mit einer Myrtenkrone,
Und zwei künstliche Sonette
Legt dazu ihr Meliore.
Aber von dem Hochzeitsbette
Springet traurig Jacopone:
"Will mein Weib denn noch nicht kehren,
Gehe ich, sie mir zu holen!