Was des Kaisers ist soll geben
Man dem Kaiser, Gott was Gottes,
Und der Mann, er soll sich nehmen,
Was ihm ward vor beider Throne!"

Seinen Mantel umgeleget
Hat er dann im Liebeszorne,
Und mit raschen Schritten geht er,
Doch der Garten ist verschlossen.

Er vernimmt ein leises Reden,
Doch das Sprudeln jenes Bronnens
Und der Büsche flüsternd Wehen
Überrauschet ihm die Worte.

Eifersucht seine Herz durchbrennet,
An sich hält er seinen Odem,
Aber nur der Büsche Wehen
Hört er, und des Herzens Pochen.

Und er findet eine Stelle
An der Mauer ausgebrochen,
Und behutsam überkletternd
Kommt er an des Gartens Boden.

Durch die Gänge schleicht er, geht er;
Der wollüstge Duft der Rosen
Schüret ihm die Brust noch enger,
Und er greift nach seinem Dolche.

Ach, es spiegeln sich die Sterne
In dem blanken, bösen Dolche.
Ach, wie schrecklich sind die Sterne,
Denkt im Herzen Jacopone.

Unbekümmert um mein Elend
Spielen sie mit meinem Dolche;
Nein, sie sollen ihn nicht sehen!
Und er haucht ihn an mit Odem.

Aber seine Tränen nehmen
Stets den Odem von dem Dolche.
Und die Sterne ruhig sehen
In den Stahl den Himmelsbogen.

Und nun hört er wieder reden,
Und er hört die leisen Worte:
"Du wirst mich nicht wiedersehen
Als bei deinem frühen Tode!