Ihnen folgen, die vom Volke
Mit den Fackeln aufwärts drangen.
In den Armen Jacopones
Ruht ohnmächtig noch die Kranke.

Da sie wieder sich erholet,
Segnend ihr der Priester nahet,
Und sie spricht mit leisen Worten,
Matt aufrichtend sich vom Lager:

"Der du an der Stätte Gottes,
Höre, wie ich mich anklage,
Was ich sündlich hab verbrochen,
Seit auf Erden ich gewandelt,

Mit Gedanken, Werken, Worten.
Und zuerst nun mit Gedanken:
Ich gedachte, meinem Gotte
Könnt ich Sünderin gefallen.

Und ich sündigte mit Worten,
Weil ich Gott nicht Wort gehalten,
Als das ja ich Jacopone
Treulos gab an dem Altare.

Und mit Werken," sprach die Fromme,
"Da ich sprang von dem Theater;
Denn ich glaubte fest, des Todes
Würd ich an die Erde fallen;

Glaubt in meinem bösen Stolze
Ohne Sakrament empfangen
Käm ich doch zu meinem Gotte,
Sündigte auf sein Erbarmen.

Doch mich nicht verderben wollend,
Hat er mich zur Buß erhalten,
Die von ihm durch dich, Benone,
Ich zerknirschet nun erwarte!" —

"Rosarosa," sprach Benone,
"Keiner noch trat ohne Makel
Vor den Thron des ewgen Gottes;
Er wird dein sich auch erbarmen!

In des Vaters, in des Sohnes,
In des heilgen Geistes Namen
Sei dir, meine fromme Tochter,
Deine Schuld erlassen! Amen.