Doch nun laß uns andre Kreise,
Die uns näher liegen, ziehn,
Daß ich tätig dir beweise,
Wie ich dir gewogen bin.
Einsam sind wir und alleine,
Ich und du und die Begier;
Sprich, nach welchem Zauberweine
Lechzt die trockne Zunge dir?
Fein ist diese Zeit; es schweifet
Süß das trunkne Mondenlicht;
Wer jetzt nach den Äpfeln greifet,
Der verfehlt die reifen nicht.
Von der Venus Tau bereifet,
Schwillt der Früchte süß Gewicht:
Sage, welche Lust gereifet
Dir aus heißem Busen bricht" —
"O, mein hoher Herr und Meister,
Du bist weis," Meliore spricht,
"Und es reichen alle Geister
Deinen Augen gern ihr Licht.
Sehe, hier stehn wir im Freien,
Unterm hohen Wolkenschild,
Und des Brands Ruinen streuen
Auf den Plan ihr Schattenbild.
Kannst du aus der Sterne Reihen
Sagen, ob die Zukunft hier
Andre Schatten wird verleihen
Dieses Platzes hoher Zier?
Ob nicht seinen Schatten breiten
Hier ein heilger Tempel wird,
Wo wir jetzt durch Trümmer schreiten,
Die des Wassers Flut durchirrt?"
Doch Apone sprach: "O schweige,
Anderes begehr von mir,
Daß ich anderes dir zeige,
Was mir lieber ist und dir!
Denn nicht diese toten Steine
Heben zu dem Licht den Blick;
Nur des Lichtes Sohn alleine
Liest gestirnet sein Geschick.