Weh! es walten böse Künste,
Laut die frühen Hähne krähen;
Kehrt, ihr Geister, aus dem Dienste,
Denn der Tag will auferstehen!
Und Meliore kömmt zu Sinnen.
Licht und Lied und Lieb entschweben,
Mächtig fühlt er sich von hinnen
Auf die öde Straße heben.
Kühl umwehn ihn Morgenwinde,
Wunderbar ist ihm geschehen,
Denn er kann noch ihre Binde
Auf der frischen Wunde sehen.
Und die nahe Glocke klinget,
Und er hört die ersten Messen:
Bete, bete, nie gelinget,
Die Geliebte zu vergessen!
** Romanze XVI: Kosme krank — Pietros Garten brennt
Wenn du gleich den Vögeln schwebest,
Über dir der blaue Bogen,
Unter dir die grüne Erde
Und des Wassers Silberwoge;
Und du wolltest niedersehen,
Wo du ruhig möchtest wohnen,
Wo du deinem kleinen Neste
Eine Stelle suchen solltest;
Flöhest du der Städte Elend
Und die Armut eines Dorfes,
Und zögst über Land und Felder
Zu dem stillen Tale Kosmes,
Wo die stillen Bächlein gehen
Durch den Schatten, durch die Sonne,
Durch die Büsche, durch die Felsen,
Bis zum Garten voller Rosen,
Und du bautest dir dein Nestchen,
Wo die klare Jungfrau wohnet,
Und sie ging dir aus dem Wege,
Wenn du ruhig brüten wolltest,