"Apo, Apo, laß mich ein!"
Rufet aus des Turmes Grunde
Samael, der Herr der Stunde,
Zwölfmal aus kristallnem Munde.
Auf und nieder in dem Turme
Steigt Apone ohne Ruhe;
Weil der König ihn besuchet,
Muß sein Haus geordnet sein;
Seine Kammer macht er rein.
Bibeln, Kreuze, heilger Plunder,
Aller Sprachen Vaterunser,
Lagen da seit seiner Jugend.
Zu den Stufen all hinunter
Stürzet er die heilgen Kunden,
Daß es in dem Turme summet,
Wie zum Brunnen plumpt der Stein.
Alles muß er tun allein,
Und er tut es unter Fluchen,
Daß der untertänge Pudel,
Der abwesend ist zur Stunde,
Daß der Hund im Doktorhute
Seine Kranken jetzt besuchet!
Doch die Not erhält ihn munter
Und des Geistes lautes Schrein.
Seine Kammer schmückt er fein.
Frauenwurz wohl vier Gebunde,
Totenblume, Hundeszunge
Legt er zierlich in die Runde.
Männlein klein von Alraunwurzel,
Ausgerupft im Galgengrunde
Von dem schwer verfluchten Hunde,
Setzt als Wächter er dabei.
Und ein Basiliskenei,
Kinderfinger, einzutunken,
All dem König zum Genusse,
Muß bei diesem Mahle prunken.
Seinen Dolch befleckt mit Blute
Stößt er in die mitte Stube;
An dem Hefte der Karfunkel
Soll des Mahles Fackel sein.