"Apo, Apo, laß mich ein!"
Rufet aus des Turmes Grunde
Samael, der Herr der Stunde,
Zwölfmal aus metallnem Munde.
Apo blickt noch zu dem Buche,
Das ihm Moles aufgefunden:
"Wo verberg ich es jetzunder
Vor dem scharfen, hellen Geist?"
Von dem Pulte er es reißt,
Und an einen Stab gebunden,
Steckt er es hinaus zum Turme
Durch der Kuppel offne Luke,
Daß die Blätter, in dem Sturme
Hin und her geweht, die Wunder
Ihres Inhalts lauf ausrufen,
In dem klaren Sternenschein.
Das könnt ihm verderblich sein;
Doch sie drehen sich so munter,
Eines geht im andern unter,
Und so ists, als wenn es ruhte.
Und der Geist, emporgerufen,
Schwebet leuchtend auf den Stufen,
Und des Turmes Wände funkeln,
Wo sein Silberfittig streift.
Schimmernd durch die Kammer schweift
Dann der Geist und spricht: "Gelungen
Ists dir, Apo, aufzuputzen
Deine Stube zum Besuche!"
An dem golden Weberstuhle
Sitzet Apo, und die Spule
Treibt er hin durch hell und dunkel,
Webt des Geistes Flügel ein.
"Samael, ich webe fein."
Spricht er, "nun erst ists gelungen,
Da ich, Schelm, dich fest gebunden,
Nun entflieht mir nicht die Stunde!" —
Listig hast du mich bezwungen,"
Spricht der Geist und nimmt die Spule,
"Web ich alles dir zum Wunsche,
Läßt du mich dann wieder frei?" —