"Apo zählet eins bis drei:
"Wohl, die dreimal fünf Minuten
Sind mir andre noch gebunden,
Ist der Weber gleich verschwunden."
Nun nimmt aus des Turmes Kuppel
Er die giftig grüne Kugel,
Öffnet sie. Ach! nackend ruhet
Drin ein wächsern Jungfräulein.
Goldner Haare süßer Schein
Fließt ihm von den zarten Schultern,
Türkis sind die Äuglein funkelnd,
Ein Rubin lacht auf dem Munde.
Recht für Engel ein Puppe!
Zwei Rubinen trägt der Busen,
Überm Herzen ihm figuret
Ist ein goldnes Röselein.
Einen roten Faden fein
Schlingt ihm Apo um den runden
Hals und stellt das kleine Wunder
In den Kreis zum Zauberplunder.
Und er betet still mit Murren
In des Zirkels mächtger Runde,
Zieht mit bösen Bannes Zuge
Fremde Gäste in den Kreis.
In das zauberische Gleis
Zieht daher, mit fremdem Schmucke,
Stolz auf des Kameles Buckel,
Sarabot, mit seinem Zuge.
Ihm folgt eine Blume, duftend,
Eine Taube, zärtlich murrend,
Dann wie Sterne rein und funkelnd,
Nackt ein freundlich Geisterweib.
Klar, kristallen scheint ihr Leib;
Aus der Locken tiefem Dunkel
Blicken ihre Augen funkelnd,
Kalt und lachend und betrunken.
Wie der Zug um Apo rundet,
Spricht zu ihm der König murrend:
"Trocken ist mir meine Zunge,
Wer ists, der den Becher reicht?"