Mir hat Samael, der Geist,
Nicht gehalten, was bedungen,
Hat sich los von mir gerungen
Und gen Morgen hingeschwungen!"

"Und wo ruht der Most jetzunder?"
Fragt der König. "Herr, er ruhet
Unter jenem kühlen Brunnen,
Wo die Sabbatgöttin weilt.

Wollt ihr trinken, o so eilt,
Weil er jetzo gärend sprudelt,
Da der Venusstern noch funkelt
Bis zur mitternächtgen Stunde.

Da ich wußte, was euch munde,
Hängt ich würzend zu dem Spunde
Von Muskaten ein Lunte,
Schwefelglühend, erst hinein!" —

"Wohl, ich sorge für den Wein!"
Spricht der König. "Munter, munter
Sei der Strick hinabgewunden
Aus der Venus Lockendunkel!"

Doch es will das Weib nicht ruhen,
Weil der König heftig rupfet;
Apo gibt ihr drum die Puppe,
Daß sie spielend sich zerstreu.

Und sie treibet Kinderei;
Aus dem Kelch der Zauberblume
Machet sie dem Kindlein Schuhe,
Küßt sie, drückt sie an den Busen.

Doch es glänzt ihr zum Verdrusse
Auf dem Herz der kleinen Puppe,
Und sie riß es gern herunter,
Jenes goldne Röselein.

Und sie drückt das Herz ihm ein
Mit des Fingers hartem Drucke.
So beschäftigt ohne Zucken,
Dient dem Geiste sie zur Kunkel.

Und aus ihren Locken munter
Dreht den Faden er, hinunter
Trägt die Taube ihn die Stufen
Zu Biondettens Kämmerlein.