Dem Kamele an ein Bein
Wird der Faden angebunden,
Und dies macht so lang die Runde,
Bis der Faden aufgewunden.
"Ist das Fäßlein ausgetrunken,
Geb ich dir zum Eigentume
Des Getränkes schönen Brunnen!"
Spricht der König und erbleicht.
Denn schon durch die Kammer streicht
Bang die Taube, und es zucket
Schon der Hammer in dem Turme,
Drohend mit der zwölften Stunde.
Doch es schaukelt mit der Puppe,
Daß gewieget sie entschlummre,
Singt ein Lied, sie einzulullen,
Jetzt das klare Geisterweib:
"Hast du gleich kein Herz im Leib,
Hast du doch zwei ganze Schuhe.
Schlummre, schlummre, ruhe, ruhe,
Träume von der bunten Kuhe!
All die Bienlein, die gesummet
Zu den wunderlichen Blumen,
Belladonna, Frauenschuhe,
Um zu bilden deinen Leib,
Ziehen jetzt zum Zeitvertreib
In die lustge Rockenstube,
Wo die schlanken Wasserjungfern
Drüben bei dem grünen Sumpfe
An des Storches rotem Strumpfe
Stricken, und sie singen Wunder,
Hundert kunterbunte Wunder,
Von dem Meister Langebein.
Wie er holt die Kindlein klein
Aus dem milchgefüllten Brunnen,
Wie dem Mond die karge Mutter
An dem Rock stets tät zu kurze
Und ihm aus dem blauen Schurze
Nimmer ganz die Mütze rundet;
Von des Eichhorns lustgem Sturze
In den kalten Born hinein,