Bald miau! Die Katzen schrein,
Machen Diebs- und Liebesrunde,
Brünstig, günstig ist die Stunde,
Zu dem Mondmann heulen Hunde.
Sieh! Dort auf dem Wiesengrunde
Tanzen jetzt die Elfen munter
Unterm Knabenkraut hinunter,
Das die Blätter niederstreut.
Kind, sie spielen Lotto heut,
Schreiben auf die Blättchen Nummern,
Und du darfst nur kühnlich schlummern,
Denn dir kommt dein Glück im Schlummer.
Du gewinnst die beste Nummer,
Eine Braut wirst du im Schlummer,
Und dich wecket ohne Kummer
Hochzeit, Hochzeit, hohe Zeit!
Mondschein deckt dein Bettlein breit,
Tu dich zu dem Bräutgam ducken,
Wenn die Wichtlein Jubel rufend
Auf den Stufen ihre Krucken
Brechen, durch die Ritzen gucken
Und zum Schlüsselloch einschlupfen:
Wenn sie an der Decke zupfen,
Strecke nur heraus kein Bein!
Ei, die Nacht ist wunderfein!
Vor der Kröt auf hohem Stuhle
Singen Frosch und Unk im Pfuhle,
Eine heilge Judenschule.
Und der Irrwisch hüpft betrunken,
Wo der Musikant versunken;
Brünstig glühn Johannisfunken,
Wo jüngst fiel ein Jungfräulein,
Als ihr Buhl ihr stellt ein Bein
Und ihr Kränzlein ohn Vermuten
Fiel in eines Schatzes Gluten,
Der im Acker eingetruhet
Blank zu ihren Füßen ruhet.
Heim trug sie den Schatz zur Stunde,
Schwerer war noch viele Pfunde
Ihr lebendger Edelstein.