Und sie spricht: "Aus schweren Träumen
Aufgeschrecket muß ich schon
Dir mit blutgem Purpur säumen
Deiner Trauer trüben Thron.
Wo die Nacht den Flügel breitet
Über Schlaf und über Tod,
War mein Lager heut bereitet
Unter böser Träume Not.
Boten auf und nieder steigen
Zwischen Erde, zwischen Mond,
Sah ich zu des Abgrunds Reichen,
Wo die Brut des Fluches wohnt.
Einen hört ich freuig schreien,
Der etwas verkünden wollt,
Und zur Erde niederstreuen
Blätter, deren Schrift von Gold.
Dann in wunderbaren Weisen
Sang er stammelnd Gottes Lob,
Der zu höhern Lichtes Kreisen,
Sein erbarmend, ihn erhob.
Er verschwand mit Benedeien,
Und zum Grund vom blauen Dom
Zog hinab mit Maledeien
Ein gespenstisches Phantom.
Mit der Taube und dem Weibe
Sah ich unter Fluch und Spott
Sein Kamel zum Abgrund treiben
Den verbuhlten Sarabot.
Und er riß vorüber schleichend
Mir vom Haupt des Schlafes Mohn,
Und ich harrte weinend, schweigend
Dein, mein lichter Freudensohn!"
Also sang Aurora leise,
Während still der Tag aufzog,
Und versank im ewgen Gleise,
Das ihr lichter Sohn durchflog.
Aber auf dem Turm alleine
Harret Apo zornestoll;
Daß ihm Moles nicht erscheine,
Füllet ihn mit bitterm Groll.