Ich will offen dich begleiten,
Nach Belieben, wann und wo;
Alle sollen dich beneiden;
Werde dieses Neides froh!
Mich als Nonne einzukleiden
Sag ich auf dem Markt mich los;
Lügen müssen wir verbreiten,
Wie ich ward dein Hausgenoß.
Wie ich in Melancholeien
Hilf von deiner Kunst gehofft,
Wie, die Kranken zu zerstreuen,
Mein Gesang dir diene oft.
Wie die Kunst der Arzeneien
Ich von dir erlernen soll,
Wie nichts könne uns entzweien,
Weil wir eines Gottes voll.
Dieses, jenes, und so weiter
Lüge nur, man glaubt es schon,
Denn du bist ein Teil gescheiter,
Herr und Meister und Patron!
Deine Magd kann ich erscheinen,
Wie es deinen Lüsten frommt;
Nur nicht lachen und nicht weinen,
Weil dies von der Seele kommt.
Soll dein Lager ich beschreiten,
Oder auf der Erde bloß
Ruhn an deines Bettes Seiten,
Oder sitzen dir im Schoß?
Ob ich auf dem Draht, dem Seile,
Dir soll gaukeln liebestoll,
Ob ich dir zur kurzen Weile
Buhlerliedlein singen soll?
Deinen Blicken, Fingerzeigen
Folget deine Dienrin schon,
Darf ich deinen Bart dir streichen,
Ist es mir ein süßer Lohn.
Vor der Welt nach alter Weise
Nenne mich Biondette noch;
Älia Lälia Crispis heiße
Mich in Traulichkeiten doch.