Und von seiner Bühne glänzen
Feindeshelme in Trophäen,
Zwischen stolzen Lorbeerkränzen
Die errungnen Fahnen wehen.

Und in seine Spuren weinen
Sklaven, paarweis hart gebunden,
Nieder zu den kalten Steinen,
Die den nackten Fuß verwunden.

Auch des Friedens Pracht zu mehren
Zieht er aus mit stolzem Prangen,
Als ein Zeichen reiche rEhren
Hohe Gäste zu empfangen.

Gold und Scharlach muß dann wallen,
Weise Männer ihn betreten,
Und von seiner Höhe schallen
Zierlich ausgesprochne Reden.

Oder, mehr ihn zu verschönen,
Höret man das Wort der Richter,
Lieblich stolz auf ihm umtönen
Vn den Liedern heilger Dichter.

Also dient er in dem Streite,
Triumphiert, und trägt die Beute
So zu festlichem Geleite;
Aber anders dient er heute.

Und die dunkle Trauerbühne
Nun die bunte Menge teilet,
Wie ein schwarzes Schiff die grüne
Flut mit scharfem Kiel durcheilet.

Aber tröstlich auf dem dunkeln
Maste, dessen Segel trauern,
Sieht das weiße Kreuz man funkeln,
Wie ein Stern im nächtgen Schauern.

Schwarze Tücher rings verhüllen
Seine kriegerische Pracht,
Und sein Schnitzwerk Rosen füllen,
Sterne einer tiefen Nacht.

Guido hat ihn zu der Trauer
Rosarosens so verzieret,
Um ihn weht ein leiser Schauer,
Weil der Tod hier triumphieret.