Und wo sonst die Schwerter glänzen,
Stehen trauernde Martronen,
Tragend in Zypressenkränzen
Pomeranzen und Zitronen.
Herbe Bitterkeit der Tränen,
Dunkles Laub zur Erde sinkend
Und den Tau mit irdschem Sehnen
Aus des Grabes Blumen trinkend.
Weiß geschmückt, zu beiden Seiten,
An des Mastes schwarzen Schnüren
Haltend, Kinder traurig schreiten,
Ihrer Hirtin Fest zu zieren.
Seht, vor Jacapones Türe
Steht ein schwarzer Baldachin,
Daß das Volk ihn nicht berühre,
Hüten sechzehn Ritter ihn.
Acht vom Stamm der Gieremeen,
Acht vom Lambertazzer Haus
Rechts und links vermischet stehen;
Keiner hat den Rang voraus.
Und es drängt von allen Seiten,
Was zu den Partein gehört,
Zwar ohn Lieb, doch auch ohn Streiten,
So ist der Moment geehrt.
Mit dem Trauerschmuck der Flöre
Haaren rings sich anzuschließen
Die verschiednen Ehrenchöre,
Wenn der Zug sich wird ergießen.
Wenn die Priester angekommen,
Werden tief die Glocken schallen
Und der Leib der lieben Frommen
Wird zu seiner Ruhe wallen.
Aber in des Hauses Kammer
Sitzt der schmerzdurchbohrte Mann,
Öd in tränenlosem Jammer
Sieht er ihre Leiche an.
Engel, die ihr Haupt umschweben,
Die zu ihren Füßen knien,
Konnten ihm nicht Tränen geben,
Tränen sind ihm nicht verliehn.