Füllt ihn unten mit Orangen,
Legt die zarten Feigen oben,
Hängt zur Schulter ihn am Stabe,
Tritt heraus und schließt die Pforte.
Und er spricht zur Seite wandelnd:
"Zürnen hätt ich mit dir sollen,
Sehnlich hab ich dein geharret,
Und nun ist auch dies verloren!
Dies ist ihrer Schritte Schallen,
Glaubt ich, wenn mein Herz so pochte,
Blickte ängstlich durch die Kammer
Ob auch alles sei geordnet.
Und wenn ich dann wieder dachte:
Sie versprach dirs nur zum Hohne,
Fühlt das Herz ich lauter schlagen
Als den Tritt der leichten Sohlen.
Wer mir bot den guten Abend,
War an mir zum Lügner worden,
Und die schnellen Stunden standen
Boshaft still an meiner Pforte."
Also sprach er. Tränen drangen
Ihm ins Aug, geheime Boten
Züchtger Flamme, die gefangen
Lag bis jetzt im Jugendstolze.
Doch dies fühlt nicht Rosablanke.
Ungeschickt zu seinem Troste
Spricht sie: "Gib mir die Orangen,
Die du für mich abgebrochen!"
Nimmt die goldne Frucht und danket.
Mutiger spricht er: "O Holde,
Wolltest du mit gleichem Danke
Nehmen, was du selbst gebrochen!
Was vertraulich bei dem Mahle
Ich, dein Wirt, dir bieten wollte,
Dieses Herz muß auf der Straße
Scheu und unstet ich dir opfern.
Mich ernähret wohl mein Garten;
Um Bologna aller Orten
Siehst du keinen so gewartet
Und so vorteilhaft geordnet.