Da gabst du von deinem Stamme
Mir ein Zweiglein, dicht in Moose
Hüllt ich's, trug's zu meinem Garten,
Stellt es in den besten Boden.

Schonend ist der Sonne Wagen
Über dieses Reis gezogen,
Segnend hat des Mondes Schale
Guten Tau zu ihm gegossen.

Hoch bei goldnen Pomeranzen
Rankt sie aus den grünen Wolken,
Deines Namens Sternbild strahle
Günstig meinem Horizonte!

Paradiesisch blüht der Garten,
Seit die Rose bei mir wohnet,
Und ich gleich dem ersten Manne,
Eh das Weib geschaffen worden."

Aber Rosablanke dachte
Nun des Traums von diesem Morgen,
"Pietro," sprach sie, "eine Schlange
Rankt um deinen Baum die Rose!

Und der Herr hat sie geschaffen
Aus der sehnsuchtvollen Woge
Seines Busens; des Entschlafnen
Herz entstieg die Traumgeborne.

Die Orange wird zum Apfel,
Und der Apfel wird zum Tode,
Willst du schließen in die Arme,
Die dir in dem Herzen wohnet.

Heute früh in meinem Garten
Grub er traurig bei den Rosen
Nach dem göttlichen Erbarmen,
Das er mit dem Weib verloren.

Und die bunte, böse Schlange
Drang zu mir und meinen Rosen,
Doch Mariens Füße traten
Nieder diese Schuld des Todes.

Nimm zurücke die Orange,
Die du mir vom Baum gebrochen,
Denn ich teile keinen Apfel
Weil der Herr um mich gestorben."