Also redet Rosablanke.
Pietro schweigt, und tief betroffen
Legt der Jüngling die Orange
Zu den andern in dem Korbe.
Schweigend gehn sie nun zusammen
Bis zu der Kapelle oben,
Und des Abends Zaubergarten
Schwankt vor ihrem Aug entrollet.
Aus den Tälern wächst der Schatten,
Und es betet schon die Sonne
Ihren Abendsegen, schwankend
Auf des Waldes goldnen Kronen.
Durch des Himmels Gründe wallen
Wolkenschafe, goldgeflocket;
In dem Abendmeere badend
Trinken sie die Purpurwoge.
Und zum Rosengarten wandelt
Sich zu baden nun die Sonne,
Einen Mantel webt im Schatten
Ihr die Nacht aus grauem Flore.
Als sie schwebet ob dem Bade,
Gleicht es einem Feueropfer,
Sie dem Phönix, der mit Flammen
Sich verjünget in dem Tode.
Aber rings aus Luft erstarren
Hohe Purpurburgen, golden
Wundervolle Inseln wachsen
Aus des Äthers glühnden Wogen.
Und die Inseln werden Drachen
Und die Burgen all Sankt George
Und der Sonne Strahlen Lanzen,
Gen die Drachen blank erhoben.
Aber ewig sich verwandelnd,
Wo sie aufeinander stoßen,
Ziehn sie eine Bucht kristallen
Um der Sonne Bad voll Rosen.
Wie ein Schäfer scheu und schmachtend,
Lauschend schleicht auf leichten Sohlen
Zu der spröden Hirtin Bade,
Zieht der Mond schon hinter Wolken.