Doch sie schreitet zu dem Walde:
"Jesus Christus sei gelobet!"
Pietro spricht ein leises Amen,
Und der Mond tritt aus den Wolken.

** Romanze VII: Kosmes Buße I

Allem Tagewerk sei Frieden,
Keine Art erschallt im Wald,
Alle Farbe ist geschieden,
Und es raget die Gestalt.

Tauberauschte Blumen schließen
Ihrer Kelche süßen Kranz,
Und die schlummertrunknen Wiesen
Wiegen sich in Traumes Glanz.

Wo die wilden Quellen zielen
Nieder von dem Felsenrand,
Ziehn die Hirsche frei und spielen
Freudig in dem blanken Sand.

In der Düfte Schwermut wiegen
Sich die Rosen in den Schlaf,
Das Geheimnis ruht verschwiegen,
Das sie in den Busen traf.

Und es wandeln, die sich lieben,
Flüsternd auf dem selgen Pfad,
Wo sie gestern Scherze trieben,
Zu des Meeres Glanzgestad.

Die Sirene stimmet wieder
Ihre giften Lieder an,
Und die Herzen tauchen nieder
In untiefen süßen Wahn.

Denn es schied die Sonne wieder
In der ewgen Flammen Pracht,
Und es hebt die dunklen Glieder
Abermals die alte Nacht.

Und die Erde aufgeriegelt
Sendet ihren Geist heran,
Um das Haupt schwebt sternbesiegelt
Ihm der blaue Weltenplan.