Dumpfer schallte es von unten —
Es war schier, als sei er doppelt —
Schwerer in dem halben Turme,
Als trüg man die Last nach oben.

Weiter oft der Tritt verstummet,
Denn der Träger holet Odem,
Endlich auf den letzten Stufen,
Bald wird's an der Türe klopfen.

Apo blicket durch die Stube,
Ob auch alles sei geordnet,
Jagt den Hund vom roten Stuhle,
Den er vor den Spiegel rollet.

Und mit einem Kranz von Blumen,
Belladonna, Hundsviolen,
Frauenschuh und Eisenhute,
Kränzet er des Stuhles Stollen.

Zeichnet dann mit einer Rute
In den Mehltau, auf dem Boden,
Seinem Gast zum bösen Gruße
Schnell ein magisches Willkommen.

Aber mitten in der Stube
Brennt an einem Totenkopfe,
Der in grüner Urne ruht,
Eine zauberische Lohe.

Eine süße Laube duftend,
Von des Mondes Strahl durchflochten,
Scheint des Turmes rußge Stube,
Als die Rosenflamme lodert.

Und die Flamme scheint ein Brunnen,
Funkelnd in des Mondes Wonne,
Wundersüße Träume murmelnd
Durch den Duft wollüstger Rosen.

Und es pocht. Herein zur Stube
Tritt der Famulus Apones,
Moles, seufzend ob dem Buche,
Das er anschleppt auf dem Kopfe.

"Du allein! Elender Bube!"
Flucht entgegen ihm Apone,
"Prahler! ist dir nicht gelungen,
Was du frech mir zugeschworen?