Wenn wir sicher sein konnten, nicht mehr gestört zu werden, schob ich die Spanische Wand zurück und eilte in seine Arme. Dann verbrachte ich eine süße und glückliche Nacht mit ihm, die von einem zumeist erfreulichen Tag abgelöst wurde.
Während einer dieser bezaubernden Nächte lehrte er mich eine neue Art des Vergnügens kennen, von der ich bisher keine Ahnung gehabt hatte.
„Meine liebe Laura“, sagte er, „Du hast mir Deine Erstlingsblüte geschenkt, aber Du hast noch eine andere Jungfernschaft, und die wirst Du mir nicht verweigern, wenn Du mich noch immer liebst.“
„Ah, und wie ich Dich liebe! Was ist es, mon cher? Laß es mich wissen! Wie glücklich bin ich, daß ich Dir noch etwas geben kann!“
„Mein reizendes Kind — wie sehr du mich glücklich machst. Die Natur und die Liebe selbst haben all Deine Grazie geschaffen und Dich mit den wollüstigen Empfindungen erfüllt, die uns beiden so teuer sind. Sie haben Deinem Körper die liebenswürdigsten Reize verliehen und all seine Teile zum Gegenstand unseres Begehrens gemacht. Glaube mir, für einen Mann, der eine schöne Frau anbetet und sich von ihr wieder geliebt weiß, wird ihr Mund, werden ihre Hände, ihre Brüste, ja selbst ihre Achselhöhlen und ihr Hintern genauso wie ihre Vagina zum Sitz der Wollust.“
„Ah, ich verstehe. Nun, wohl. Du bist mein Meister, und ich folge in allem deinen Begierden. Wähle also!“
Er ließ mich auf meiner linken Seite liegen, und zwar so, daß ich ihm meine Lenden zuwandte. Dann führte er den Kopf seines erigierten Gliedes vorsichtig an die kleine Öffnung und begann ganz sanft einzudringen. Der Weg war eng, aber die ungewohnte Berührung verursachte mir doch ein Vergnügen besonderer Art.
Ich stützte mein rechtes Bein auf sein Knie, und er kitzelte mich und ließ seinen Finger von Zeit zu Zeit in meiner Liebesgrotte spielen. So empfand ich einen höchst leidenschaftlichen und wirkungsvollen Kitzel. Als er merkte, daß ich mich dem Gipfel der Lust näherte, beschleunigte er seine Anstrengungen, und ich tat desgleichen. Ich fühlte mich tief in meinem Innern von einer heißen Quelle benetzt, und dies verursachte mir eine leidenschaftliche Wollust. Ich empfand ein köstliches und unbeschreibliches Gefühl, das allen empfindsamen Teilen meines Körpers zu entquellen schien. Ah, all diese Wonnen verdankte ich diesem herrlichen, starken und doch vorsichtigen Instrument, das dem Mann gehörte, den ich so leidenschaftlich liebte.
Er teilte meine Wonnen.
„Welch ein wundersames Vergnügen, meine liebste Laurette! Und Du — sag, wie fühlst Du dich? Wenn ich der Leidenschaft glauben darf, die Du mir eben bewiesen hast, hast Du nicht weniger als ich empfunden.“