„Gewiß nicht, mon cher. Welch unendliche, unaussprechliche und neue Wonnen habe ich eben kennen gelernt! Nie habe ich geglaubt, daß sich die wollüstigen Empfindungen so vervielfältigen lassen.“
„Gut, mein Kind. Beim nächsten Mal werde ich Dir noch mehr Wonnen bereiten und mich gleichzeitig eines Godmiche bedienen.“
„Was ist ein Godmiche?“ fragte ich neugierig.
„Das wirst Du sehen, mein Kind. Aber wir müssen damit bis zum nächsten Mal warten. Für heute ist es genug.“
Am folgenden Tag sprach ich von nichts anderem. Ich wollte diesen rätselhaften Gegenstand gar zu gern sehen. Ich drängte ihn, mir diesen zu zeigen, und schließlich stimmte er zu. Ich war recht verwundert, denn ich hatte gehofft, daß er ihn noch am selben Abend ausprobieren und mir so eine neue Lektion der Lust erteilen würde.
Meine liebe Eugenie, ich werde eines Tages mit dir dasselbe tun, was mein väterlicher Geliebter schließlich mit mir getan hat. Doch ich kann Dir das nicht beschreiben, ohne daß ich wieder eine unserer intimen Szenen vor Deinen Augen ausbreite. Ich bedaure, daß ich dieses prächtige Instrument bisher nicht für unsere Zärtlichkeiten verwendet habe. Ich würde dann mit großem Vergnügen die Rolle eines zärtlichen Liebhabers bei Dir gespielt haben. Aber ich werde nicht vergessen, eines mitzubringen, wenn ich wieder in Deine Arme eilen kann.
Trotz der langen Pausen, die mein Vater zwischen unsere Vergnügungen legte, gab es keine Variation der Wollust, die er mir nicht gezeigt hätte. Er hatte es dabei leicht, denn ich liebte ihn mit aller Leidenschaft, deren ich fähig war, und ich war bereit, auf all seine Wünsche einzugehen. Manchmal legte er sich auf mich, seinen Kopf zwischen meinen Schenkeln und meinen zwischen seinen Knien.
Seine heißen Lippen liebkosten meine Liebesgrotte, sie saugten an meiner Klitoris, und dann ließ er auch seine Zunge auf dem Weg unserer Wollust ein wenig vordringen. Er kitzelte meine Klitoris, bis ich vor Wonne halb bewußtlos war, und führte gleichzeitig seinen Finger oder den bewußten Godmiche in meiner Lustgrotte spazieren, während ich den Kopf seines Gliedes mit Zunge und Lippen liebkoste. Ich umschloß dieses herrliche Instrument mit meinem Mund, ich kitzelte es mit meiner Zungenspitze und nahm es im nächsten Moment so tief in mich auf, als ob ich es verschlingen wollte. Ich kitzelte und preßte seine Hoden, seine Schenkel, sein Hinterteil. Alles das ist höchst beglückend und wollüstig, vorausgesetzt, daß es von einer so zärtlichen Liebe diktiert wird wie von der, die ich für meinen Geliebten empfand.
So war also das Leben, das wir nach Lucettes Abreise zusammen führten. Schon waren acht oder neun Monate seither vergangen. Die Erinnerung und der unglückliche Zustand, in dem sich das liebenswürdige Mädchen befand, war der einzige Schatten, der auf diese glücklichen Tage fiel, die angefüllt, waren mit der Seligkeit einer ersten Liebe. Ich lebte von den kostbaren Augenblicken, in denen ich in den Armen dieses zärtlichen und liebenswürdigen Mannes lag und ihn unter meinen Küssen und Liebkosungen hinschmelzen fühlte. Er liebte mich unbeschreiblich. Meine Seele war mit der seinen vereint. Es ist mir unmöglich, die vollkommene Harmonie unserer Gefühle auch nur annähernd zu beschreiben.
Aber, meine teure Eugenie, was wirst Du von Deiner Freundin denken, wenn Du ihr folgendes Geständnis hörst? Welch neue Szenen wirst Du zu sehen bekommen? Bis zu welchem Grad von Extravaganz vermag nicht die Phantasie vorzudringen? Was sollte sich ihren Launen und Kaprizen in den Weg stellen?